Besteck oder Schirm?

So etwa  um 11uhr haben wir uns mit Freund und seiner Frau getroffen—auf dem Altenburger Markt, das ist Kerb  mit Viehmarkt .Der ist dreimal in einem Jahr  immer am selben Fleck. Dieser Markt ist sehr groß.Um alles  zu schauen ,intensiv zu schauen  oder auch nur vorbei zu wandern bedarf es gute vier Stunden. Und dann hat man das Gefühl immer noch nicht alles gesehen  zu haben. Die Menschen sind derart unterschiedlich und auf so einem Fleck merkt man das besonders. Man  hat viele Angebote für das Auge. Bestimmt schon sechs mal waren wir dort. Aber niemals ist etwas schräges passiert. Wenn man mit Menschen in ein Gespräch  kommt ist es immer fröhlich  und sogar  lustig. Wenn jemand  herum zickt-dann nur das Wetter. Freundin  hatte gut daran  getan trotzdem einem Schirm mitzunehmen-obwohl  keine Regenansage war. Wir ließen  unseren Schirm  im Auto. Dafür hatte ich an die Vegane  Majonaise gedacht für meine Pommes und an echtes Besteck. Als wir dann später uns alle Essen geholt hatten konnten die Männer das Eisbein  und das Rippchen  ohne verunglücktes Plastikbesteck genießen. Freundin  sprach  mir ein Lob aus. Ich hätte ja an alles gedacht  und das fände sie richtig toll. Wir saßen  und tranken und aßen und es kamen Leute an den Tisch und gingen wieder. Es wurde sehr viel gelacht. Bald kam Günther dazu und das war gut so, denn wir treffen und immer hier. Und wenn die normale Themen  und die Anekdoten aus dem Leben  ,die uns alle betreffen ,erzählt sind,kommen die Witze dran.
Alles war gut, aber dann kam der Regen. Es schien  ,als käme er hinterlistig , in kleinen Tröpfchen.Sehr viele  hatten die Hoffnung das er nur die kleinen Tröpfchen sendete ,denn die Menschen ließen sich nicht vertreiben.Viele kluge Leute  hatten einen Schirm  und Regencape dabei-so auch Freundin—und ich fragte mich was war besser ? das Besteck  oder der Schirm?. Wobei ich selbstverständlich Freundin´s Gedanke und Schirm die erste Wahl gab.Den  hielt sie gleich  auf und über uns vier gab er uns  soweit Schutz. Aber der Regen drehte eine –zwei  —drei Stufen  höher.
Der Markt wurde schnell leerer und leerer.Sehr viel gingen patschnass davon. Andere  nutzten die sehr alten Bäume  als vermeintlichen Schutz.
Mir schien es bald ; als  sei eine neue Intelligenz Spezies  heran gewachsen.Denn zwei mal konnte ich weiter weg gegenüber junge Leute beobachten die sich zu helfen wußten ,die nahmen  zwei Sitzbänke und stellten sie wie ein Zeltdach über die—-auf denen sie saßen. Ich war begeistert. Ich konnte mir nicht verkneifen, ein wenig an einen eventuellen Versicherungsschutz,  der da aufkommen könnte,  zu dnken…..
Aber bald  waren  unsere Rücken  nass und es wurde  bitter kalt da hinten. Und der Regen lief am Pulli herunter und breitet sich auf der Sitzfäche und dem Allerwertesten  aus.  So entschlossen  wir fluchtartig das Gelände zu verlassen. So viele Autos  waren  im Aufbruch. Unser Auto ,das wir bei Ankunft abstellten  und einen fast viertelstündigen Fußmarsch hatten ,um auf das Kerbegelände zu gelangen, sahen wir sofort  und konnten  Zielstrebrig  darauf zusteuern so das wir pitsch nass im Auto saßen. Der gute Mann holte aus dem Kofferraum die Decke und legte sie mir um .Denn wir in unserem  Alter sollten  nicht mit Leichtsinn das über uns ergehen lassen, meinte er.Ich hatte zum Glück meine Five Fingers  Zehenschuhe an.Die 1o cm hohen Strohalme vom frisch gemähten Feld und der gute Wasserstand ließen  mich  ohne Sorge gut zu Fuß an das Auto kommen.Und alles war -bis auf die diesmal nicht geschehene liebevolle Verabschiedung–gut verlaufen.So kann es gehen.

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