Eine gute Tat. Schön das es hier bei uns auch einen Bäcker gibt der Sonntags auf hat. Ich hatte mir gestern Abend schon vorgenommen das angenehme mit dem nützlichen zu verbinden. Zum Bäcker gehen.–Ich walkte also entgegengesetzt .Denn auf der üblichen Strecke komme ich zum Ende des laufens am Bäcker vorbei. Ich dachte für heute–drehst das ganze mal rum –dann haste noch mehr Auswahl an Ware.—-Und siehe da die Verkäuferin war überrascht -denn ich war die erste Kundin. Eine derartig schöne Präsentation von brauner feiner Kruste auf all den Backwaren und die liebevolle Ordnung im Regal, erfreuten mein Auge.Selbst die „berühmte“ Sonntagsgazette lag griffbereit.Die Lust rauscht durch den Kopf –so viel zu kaufen— und wehe man hat keinen Plan. Die Verkäuferin – mit Herz geschult–und ich wünschten uns nach dem Kauf einen schönen Sonntag.Ich ging mit meinem Rucksäckle in das auf dem Heimweg liegende, grüne Idyll. Auf der Wiese, wollte sich schon bald dieser weiße Hauch so langsam verflüchtigen ,denn die Sonne war im Anmarsch. Alles war nur für mich da–so hatte ich den Eindruck und ich sagte zu mir“ist das nicht herrlich“ Hier und da ein Vogel – die Meisen- die Spatzen , meldeten den Mensch der da mit Stöcken in den Boden stampft- die Elster – ach – und eine einzelne Ente flog hastig über mir vorbei. Ich ging weiter. Wieder eine Wiese die sich wunderbar weit rechts von mir ausbreitete…und darauf ein einziger wunderbarer stattlicher Rabe. Er stach optisch massiv hervor in seiner Grazie. Er pickte –würde sagen –er suchte. Mit seinem wahrhaft imposanten Schnabel bearbeitete er Punktgenau das Gras. Ich dachte so für mich –da kommt doch nix bei raus –außer Matschepampe. Ach –ich geb ihm was von meinem gekauften. Ich freute mich so sehr das ich diesen Gedanken empfangen hatte das es mir sofort meine Beine bremste. Er tat so als wenn er mich nicht sehen würde und pickte weiter. Obwohl er mich schon hörte als ich um die Ecke kam und ich ihn noch nicht mal sah. Rucksack ab .Stöcke daneben–Tüte mit den Rosinenbrötchen hastig aufgerollt und ein gutes Stück abgerissen. Somit war mein Sonntagsbrötchen schon mal “ markiert“. Er flog nicht weg –denn eigentlich lassen diese Bewegungen die Raben lieber mal auf Nummer sicher „fliegen“ .Ich war begeistert als ich mich erhob vom Rucksack -und er war noch da. Ich war sehr froh–nein ich war glücklich. Ich richtete mich auf und er linste zu mir herüber und ich rief laut“Roobert“:und schnalzte ein paar mal– warf das viertel im weiten Bogen auf diese Wiese. Ohne Blickkontakt zu ihm hob ich das Rucksäckle und die Stöcke und ging weiter. Vor Neugier kurz vor dem platzen — drehte ich mich nach einem guten Abstand herum um zu sehen ob Robert reagiert. Als wenn er meine Neugier erkannte und wartete– erhob er sich mit weitausholendem herrlichem Flügelschlag. Seinen prachtvoller Vogelkörper steuerte auf die kleine Böschung hin und war verschwunden. Ich dachte „wo bleibt er denn“ und kurz darauf flog er mit meinem Viertel vom Sonntagsbrötchen davon. Ich freute mich so sehr – das meine leicht angekühlten Fußzehen sich sofort erwärmten. Und mein Herz lief wieder über und lies sich in diesen Worten nieder.

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So nach dem einkaufen. Richtig lange habe ich heute mal in den Spiegel geschaut. Das ist so ein Mannshoher Spiegel. Er steht im Schlafzimmer und zeigt mich kompletto. Wir kamen also vom einkaufen und ich legte die Straßenkleidung ab und zog die Spielhöschen (scherzhaft für lockere Kleidung) über. Von links kommt das Tageslicht. Ich sah meine Schminke , die ich auch mit 65 noch sehr gerne auflege….also Augen und Lippen leicht betonen, meine ich damit .Und dann schiebt sich auf einmal der Kopf eigenmächtig näher an den Spiegel heran und es tauchen so Krater auf.. mitten im Gesicht . So unveränderbare. Auch das ziehen hinter den eigenen Ohren bringt nur kurz Veränderung und dann fällt alles wieder zusammen. Es ist nicht so schlimm aber ich bemerke es und wenn ich es bemerke ….dann die anderen Menschen auch. Das ist unabänderlich. Das Fleisch wird so viel mehr und es wird schwer im Laufe des Lebens….nein nicht bei allen……aber bei mir. Und dann kommt so nach und nach die gute Nachricht in den Kopf…die ist auf einmal da ! und die fragt mich warum das bei mir anders sein könnte oder sollte. Es gibt nicht eine Erklärung. Es sind die Zellen und die Jahre höre ich in meinem Köpfchen. Und dann hab ich gelächelt ….da in den Spiegel…und mich gefreut an dem restlich verbliebenen. Ach Pamchen…wenn es sonst nix ist dann ist es doch gut. Du bist das Pamchen und bleibst es. Guck mal … es gibt welche die können nicht mal IN einen Spiegel schauen…..die haben kein Augenlicht….und von anderen Dingen ganz zu schweigen. Nimm deine Krater mit runter ins Wohnzimmer und hab sie lieb. Aber vorher macht du hier auf dem Schlafzimmerteppich grad mal noch fünf spontane Bauchmuskelübungen. O. K. hab ich gemacht und was war dann? Die Krater waren Pubsegal.Hahaha.

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